
Ramsin Azizsir (rotes Trikot) „spielte“ mit seinen Gegnern.
Er gewann alle Kämpfe in bestechender Manier und weiß: “Bei
den deutschen Meisterschaften warten stärkere Gegner auf
mich.
Der 17 Jahre Hofer Ringer Ramsin Azizsir lässt sich von Bayerns
besten Männern nicht stoppen. Bei den Meisterschaften in Hof
machte das Ausnahmetalent mit der Konkurrenz in der
84-kg-Klasse kurzen Prozess, marschierte damit ohne Umwege
auf das Siegespodest und qualifizierte sich souverän für die
deutschen Meisterschaften. „Dort wird‘s schwieriger“,
erkennt Ramsin schon jetzt.
Vizepräsident lobt
Ganz nahe dran war auch der für den RSC Rehau ringende
Marcel Kastner in der Klasse bis 96 kg. Er traf im Finale
auf den Bundesliga-Ringer Mayer, ließ sich aber schon nach
wenigen Sekunden schultern. Was war passiert? Kastner hatte
sich im Kampf vor dem Finale gegen den ASVler Kai Schramm an
der Hand verletzt. „Ich konnte plötzlich nicht mehr
zupacken, hatte keine Kraft mehr in der Hand.“ Marcel
ärgerte sich über das Missgeschick. „Ich fühlte mich in
guter Form und hätte gegen Mayer eine Außenseiterchance
gehabt.“
Neidhardt und Schulze stark
Gute Platzierungen errangen zudem die erstmals bei den
Männern startenden Christoph Neidhardt (ASV Hof) als Dritter
in der 96 kg-Klasse und Kevin Schulze vom RSC Rehau, der in
seiner Gewichtsklasse den vierten Platz errang. Jeweils
einen Titel errangen die Hofer und Rehauer bei den parallel
stattfinden B-Junioren-Meisterschaften. Roman Walter und
Janik Rausch durften sich in dieser Jahrgangsstufe als
bayerische Meister feiern lassen.
Erich Stangelmaier, Vizepräsident des Bayerischen
Ringerverbandes, zog ein positives Fazit: „Die Titelkämpfe
hatten ein hohes ringerisches Niveau. Die einzige unschöne
Szene geschah im Schwergewichtsfinale, als Nendel von seinem
Gegner per Kopfnuss verletzt wurde.“
Peter Langer
Weitere Fotos unter
www.frankenpost.de Fotos: Kauper
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