
Ramsin Azizsir haben alle gerne. Der Präsident
schwärmt und der Trainer verteilt Streicheleinheiten
Ramsin Azizsir wurde bei den deutschen
Ringer-Juniorenmeisterschaften in Niedernberg bei
Aschaffenburg seiner Favoritenrolle im griechisch-römischen
Stil gerecht und gewann nach seinem dritten SeniorenPlatz
nun in der Altersklasse bis 21 Jahre ganz souverän den Titel
in der 84-kg-Klasse. Ringerbund-Präsident Manfred Werner
verfolgte die Kämpfe und schwärmte hinterher. „Dieser Ramsin
Azizsir ist ein Juwel des deutschen Ringersports.“
Nachdem sich Ramsin souverän ins
Finale um die Deutsche Meisterschaft in der Gewichtsklasse
bis 84 kg gerungen hat, zeigt er auch dort seine Klasse. Er
rang mit viel Übersicht und siegte gegen Thomas Leffler, TuS
Jena (Thüringen) 1:0 und 1:0. Im ersten Kampf musste
der vor Selbstbewusstsein nur so strotzende Ramsin gegen
Robin Kanzler, RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder (Brandenburg)
antreten. Der im Juni erst 18 Jahre alt werdende Hofer war
von Beginn an Chef auf der Matte, gewann die Runden 5:0, 6:0
und feierte unangefochten einen Sieg durch technische
Überlegenheit.
Im nächsten Kampf ging es um den Einzug ins Halbfinale.
Ramsin traf auf den Hessen Rene Jünger, der gegen den
bärenstarken Hofer Bundeswehrsoldaten auf verlorenem Posten
stand. In der ersten Runde zwang Ramsin seinen Gegner wieder
mit einem wuchtigen Überwurf in die Knie. In der zweiten
Runde schonte Ramsin seine Kräfte etwas, ohne in Gefahr zu
geraten. Aber es scheint so, dass derzeit niemand Ramsin
aufhalten kann.
Bei den deutschen Freistil-Meisterschaften der Junioren
2009 in Unterelchingen vertraten Christoph Neidhardt und
Thorsten Preiß die Farben des ASV Hof. Thorsten startete in
der Gewichtsklasse bis 66 kg. Nach einem tollen Start mit
drei Siegen in Folge zeigte sich ab dem Halbfinale, dass bei
Thorsten das „Gewicht machen“ Spuren hinterlassen hat. Nach
dem verlorenen Halbfinale musste sich Thorsten auch noch in
der Hoffnungsrunde gegen Kai Vögtlin, WKG Weitenau/Wieslet
(Südbaden) mit 0:1, 5:0 und 1:0 geschlagen geben und belegte
den 5. Platz in dem Teilnehmerfeld von den 22 besten Ringern
aus ganz Deutschland. Horst Zeh, Chef-Landestrainer und
bekanntlich Vereinstrainer beim ASV Hof, war mit dem
Abschneiden von Thorsten Preiß zufrieden. „Dieser 5. Platz
bei einer deutschen Meisterschaft ist ein toller Erfolg,
auch wenn heute deutlich mehr drin war für Thorsten.“
Nach einem Sieg und einer Niederlage kam es bei Christoph
im dritten Kampf darauf an, sich eine Medaille zu sichern.
Der Hofer zeigte sich wie im ersten Kampf von seiner besten
Seite und besiegte Christoph Schinke, Leipziger SV Südwest
(Sachsen) klar mit 6:0,5:0 und anschließendem Schultersieg.
Zehs Fazit; „Ich bin mir sicher, dass Christoph seinen Weg
machen wird. Vielleicht schafft er schon in dieser Saison
den Sprung in die Hofer Bundesliga-Mannschaft.“
Dass der Bayerische Landesverband trotz der guten Hofer
Platzierungen in der Länderwertung „nur“ Platz zwei belegte,
ärgerte den Hofer Trainer dann aber doch. „Wir haben einige
Punkte liegen gelassen und mussten Brandenburg den Vortritt
lassen. Wir haben leider paar verletzte Ringer und konnten
somit nur mit 13 Athleten antreten (Brandenburg 19 Ringer).
Bayern hatte 42 Punkte, Brandenburg 52.
P.L.
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