18.06.2009
Ringer-Legende Rudolf Meinhardt ist der Nacht zum Mittwoch völlig überraschend gestorben

 




 

In der Nacht zum Mittwoch ist in Hof Rudolf Meinhardt im Alter von 73 Jahren völlig überraschend gestorben. Er war eine Persönlichkeit in der bayerischen Ringer-Szene und einer derjenigen, die über viele Jahrzehnte in maßgeblicher Funktion die Geschicke des heutigen Bundesligisten ASV Hof mit lenkte.

Zu seinem Leben gehörte der Kampf Mann gegen Mann seit über 50 Jahren. Im Jahre 1954 ist Rudi Meinhardt dem ASV Hof beigetreten, und schon ein Jahr später fand er Aufnahme in eine der besten und bekanntesten Staffeln, die der ASV je aufgestellt hatte: die Bleyer-Staffel. Mit Größen wie Rudolf Deeg, Heinz Heller, der deutscher Meister war, Martin Merz und dem ASV-Ehrenvorsitzenden Heinz Gebhardt kämpfte der Schwergewichtler 20 Jahre lang in Bayerns Spitze mit. In der ihm eigenen Bescheidenheit kommentierte er seine eigene Leistung: "Ich hab's nie weiter gebracht als zur Bayerischen. Aber gemacht hat mir keiner was!"

Weit gebracht hat es Rudolf Meinhardt nach der aktiven Zeit, die im Jahr 1976 endete. Schon ein Jahr zuvor wurde er in den Vorstand des Ringer-Bezirks gewählt, stand von 1975 bis 1988 dem Rechtsausschuss vor und war seit 1994 Bezirksvorsitzender. Im Präsidium des Bayerischen Ringerverbandes war Rudolf Meinhardt eine anerkannte Größe.

Für seine Frankenpost war Rudolf Meinhardt bis zu seinem plötzlichen Tod mehrere Jahrzehnte lang ein geschätzter und absolut zuverlässiger Mitarbeiter, kompetenter Gesprächspartner und Freund.

Zu seinem 70. Geburtstag hatten wir Rudolf Meinhardt unter anderem diese Zeilen gewidmet: "Er ist ein Bär von einem Mann. Und er teilt mit dieser Spezies nicht nur in etwa die Statur, sondern auch das Gemüt. Rudolf Meinhardt ist eine ebenso markante wie gelassene und gutmütige Erscheinung und als solche aus der Hofer Sportwelt nicht wegzudenken."

Ein Teil dieser Welt war auch sein Werk. W. N