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In der Nacht zum Mittwoch ist in Hof Rudolf Meinhardt
im Alter von 73 Jahren völlig überraschend gestorben. Er
war eine Persönlichkeit in der bayerischen Ringer-Szene
und einer derjenigen, die über viele Jahrzehnte in
maßgeblicher Funktion die Geschicke des heutigen
Bundesligisten ASV Hof mit lenkte.
Zu seinem Leben gehörte der Kampf Mann gegen Mann
seit über 50 Jahren. Im Jahre 1954 ist Rudi Meinhardt
dem ASV Hof beigetreten, und schon ein Jahr später fand
er Aufnahme in eine der besten und bekanntesten
Staffeln, die der ASV je aufgestellt hatte: die
Bleyer-Staffel. Mit Größen wie Rudolf Deeg, Heinz
Heller, der deutscher Meister war, Martin Merz und dem
ASV-Ehrenvorsitzenden Heinz Gebhardt kämpfte der
Schwergewichtler 20 Jahre lang in Bayerns Spitze mit. In
der ihm eigenen Bescheidenheit kommentierte er seine
eigene Leistung: "Ich hab's nie weiter gebracht als zur
Bayerischen. Aber gemacht hat mir keiner was!"
Weit gebracht hat es Rudolf Meinhardt nach der
aktiven Zeit, die im Jahr 1976 endete. Schon ein Jahr
zuvor wurde er in den Vorstand des Ringer-Bezirks
gewählt, stand von 1975 bis 1988 dem Rechtsausschuss vor
und war seit 1994 Bezirksvorsitzender. Im Präsidium des
Bayerischen Ringerverbandes war Rudolf Meinhardt eine
anerkannte Größe.
Für seine
Frankenpost war Rudolf Meinhardt bis zu
seinem plötzlichen Tod mehrere Jahrzehnte lang ein
geschätzter und absolut zuverlässiger Mitarbeiter,
kompetenter Gesprächspartner und Freund.
Zu seinem 70. Geburtstag hatten wir Rudolf Meinhardt
unter anderem diese Zeilen gewidmet: "Er ist ein Bär von
einem Mann. Und er teilt mit dieser Spezies nicht nur in
etwa die Statur, sondern auch das Gemüt. Rudolf
Meinhardt ist eine ebenso markante wie gelassene und
gutmütige Erscheinung und als solche aus der Hofer
Sportwelt nicht wegzudenken."
Ein Teil dieser Welt war auch sein Werk.
W. N
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